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Aus unserer Reihe "Im Gespräch mit Frauen": Konversation - zweite Runde
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Lieber ein einfaches, natürliches, nur halbschönes Landmädchen,
als einen Engel, der Magister der sieben freien Künste werden könnte. Und doch - den Mann erkennt man an seinem Verstande; aber wenn man das
Weib nicht ihrem Herzen erkennt, woran erkennt man es sonst? Eine Frau, die Geist und Talent hat, steht unter ihrem Geschlecht einsam.
Vergebt ihr, wenn sie sich zu den Männern flüchtet! Das Weib hat andere natürliche Interessen; es strebt vor allem danach,
Gehilfin des Mannes zu werden. Das Weib ist nämlich nicht nur karger mit Geistesgaben versehen
als der Mann, sondern sie büßt sie auch viel rascher wieder
ein. Hat ein Weib einen theoretischen Einfall, so verfolgt es ihn nicht weiter,
es bringt ihn nicht in Beziehung zu anderen, es denkt nicht nach. Deshalb
kann es am wenigsten einen weiblichen Philosophen geben: ... Der Mann
fühlt sich zur Logik verpflichtet, die Frau nicht ... |
Welche Wohltat würde es zum Beispiel für die Gesellschaft sein,
wenn man es nicht mehr für nötig hielte, jedes junge Mädchen
vom Bürgerstande an bis hinauf zur Aristokratie, ob sie Talent habe
oder nicht, Klavier lernen zu lassen, um so während mehrerer Stunden
des Tages die Ohren und Nerven ihrer Umgebung zu martern ... Für das Studium der inneren Medizin und der Geburtshilfe mögen
manche Frauen wohl geeignet sien, aber die Chirurgie sollten sie allein
den Männern überlassen. Wir brauchen keine gelehrten und halbgelehrten, sondern geistig und vor
allem auch körperlich tüchtige Frauen.
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