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Namenslexikon
Seit Beginn der WizardNews führen wir unser großes Lexikon der
Namen und Begriffe.
Nun ist die Reihe zu Ende und wir haben es nochmals komplett
überarbeitet.
Im Lexikon befinden sich mittlerweile 1211 Stichworte mit den
jeweiligen Kurzbeschreibungen dazu.

Spielereien mit dem mobilen Flohnetz
Während meiner Studienzeit zum Alchemisten vor einer halben
Ewigkeit, hatten wir eine kleine Spielerei mit ein paar
Kräutern entdeckt. Richtig zubereitet konnten man, wenn man
sie in der Pfeife rauchte, über größere Entfernung miteinander
sprechen. Das war zu einer Zeit als das Flohnetzwerk gerade
dabei war, erfunden zu werden.
Damals war es noch etwas Besonderes, wenn man etwas zum
Übertragen der Sprache verwenden konnte. Und weil es etwas
Besonderes war, durfte man das auch nicht so einfach machen.
Das Ministerium will halt kontrollieren, wer sich etwas zu
sagen hat. Vielleicht hatten sie auch Angst, wir würden ihre
Kamine abhören. Oder es lag daran, weil man von unseren
Gesprächen in den Kaminen immer ein leises Wispern hören
konnte.
Naja, wir haben es trotzdem gemacht.
Das Ministerium hat dann die Flohnetzstörungsmessstelle ins
Leben gerufen. Die sind dann immer auf Besen mit ihren
Peilhamstern herumgeflogen und haben versucht, uns zu
erwischen. Die waren recht unbeholfen in der Luft. Immer wenn
einer in unsere Nähe kam, sind wir halt schnell disappariert.
Das hat richtig Spaß gemacht.
Erwischt haben die uns nie.
Unsere ersten Mischungen waren noch ohne Flohpulver. Das hatte
zur Folge, dass wir nur über höchstens zehn Kilometer reden
konnten. Später hatten wir dann Flohpulver zugemischt. Dadurch
hatte sich die Reichweite stark vergrößerte, weil wir dabei
dann das Flohnetz mit benutzten.
Ich beschreibe jetzt mal die Herstellung einer verbesserten
Kräutermischung. Der große Vorteil davon ist, dass man die
nicht mehr in der Pfeife rauchen muss.
Herstellen der Kräutermischung
Für unsere Kräutermischung brauchen wir Tradugdus-Blüten,
Perzebdus-Wurzeln und Lokutus-Blätter.
Tradugdus
Das Tradugdus ist eine ausdauernde krautige Pflanze die
Wuchshöhen bis zu fünfzehn Zentimetern erreicht. Es gehört zur
Familie der Korbblütengewächse. Die Blätter sind spatelförmig
bis oval geformt. Im Zentrum des Blütenköpfchens stehen die
roten Röhrenblüten, die von einem Kranz hellblauer
Blütenblätter umgeben sind.
Für unsere Kräutermischung brauchen wir die Blütenblätter, die
am wirkungsvollsten sind, wenn sie bei Gewitter gesammelt
werden. Von den Blüten werden die hellblauen Blütenblätter von
den Blüten getrennt und getrocknet und danach in Gläsern
gelagert.
Perzebdus
Beim Perzebdus handelt es sich um eine krautige Pflanze, die
Wuchshöhen von zwanzig bis vierzig Zentimeter erreicht. Aus
einem etwas holzigen Wurzelstock treibt der aufrecht
wachsende, sechskantige Stängel. Die gegenständig
angeordneten, kurz gestielten Laubblätter sind oval und haben
eine Länge von fünfzehn bis fünfundvierzig Millimeter.
Für unsere Kräutermischung brauchen wir die Wurzeln, die nur
wirksam sind, wenn sie bei Neumond am frühen Nachmittag bis
Abend ausgegraben werden. Die Wurzeln werden sauber
abgewaschen, grob zerkleinert und auf etwa ein Viertel des
Gewichts getrocknet und in Leintücher gewickelt gelagert.
Lokutus
Der Lokutus ist ein immergrüner, bis zu fünf Meter hoher
Strauch. Er hat eine bläuliche Rinde. Die Blätter sind
elliptisch, an den Rändern gezackt und fünf bis zehn
Zentimeter lang. Aus den Blattachseln wachsen drei bis sieben
unscheinbare, kleine rötliche Blüten. Aus den oberständigen
Fruchtknoten entwickeln sich einsamige gelbe Steinfrüchte.
Für unsere Kräutermischung brauchen wir die Blätter, die am
wirkungsvollsten sind, wenn sie um Mitternacht bei Vollmond
gepflückt werden. Die Blätter werden mit Pergament abwechselnd
geschichtet und müssen so für mindestens drei bis vier Wochen
weiter reifen.
Hat man alle Zutaten zusammen, kann mit der Verarbeitung
begonnen werden. Alle Zutaten werden in möglichst kleine,
höchstens ein Millimeter große Teile zerschnitten. Zu vier
Teilen Lokutus-Blättern, sieben Teilen Perzebdus-Wurzeln, zwei
Teilen Tradugdus-Blüten wird noch ein Teil Flohpulver gegeben.
Im Kessel wird bei sehr kleiner Flamme unter ständigem Rühren
gemischt. Das Ganze dauert etwa eine halbe Stunde und ist
fertig, wenn es zu einer schwarzen zähen Paste geworden ist.
Diese Paste kann man in kleine Kegelförmchen gießen. Nach dem
Erkalten und Aushärten kann es verwendet werden. Bei der
ganzen Verarbeitung muss darauf geachtet werden, dass keine
Insekten mit im Raum sind, da dies zu einem Brummen bei der
Tonübertragung führen kann. Besonders Fliegen verursachen
einen besonders penetranten Brummton.
Das Flohpulver ist nicht unbedingt nötig; allerdings ist dann
die Reichweite auf etwa ein bis zwei Kilometer sehr begrenzt.
Bedienung
Man braucht immer zwei Kegel aus der gleichen Herstellung, da
nur die die Verbindung herstellen können. Man muss also seinen
Gesprächspartner mit Kegel aus der gleichen Herstellung
versorgen. Für eine Verbindung müssen immer die Kegel der
Gesprächspartner zugleich abbrennen.
Man zündet einen Kegel an und er fängt an leicht zu glimmen.
Jetzt ist er zum Einsatz bereit. Auf diese Weise kann man mit
zwei gleichen Kegeln über eine größere Entfernung sprechen.
Die Nähe eines aktivierten Flohnetzanschlusses erhöht die
Reichweite beträchtlich. Allerdings besteht die Gefahr, dass
die Gespräche in den Kaminen abgehört werden können.
nemesis / WN
Magisches Haustierlexikon
Der Hippogreif
Das Zaubereiministerium stuft Hippogreife in eine mittlere
Gefahrenklasse ein, nach der nur speziell trainierte Zauberer
und Hexen gefahrlos mit ihnen umgehen können.
Was ist ein Hippogreif ?
Unter dem Namen Hippogryph ist der Hippogreif (im Original:
Hippogriff) schon aus der griechischen Mythologie bekannt. Der
Sage nach soll er der ungleichen Liebesbeziehung eines Adlers
und eines Pferdefohlens entstammen.
Das eigenartige Mischwesen hat den Schwanz die Hinterbeine und
den Körper eines Pferdes,geht aber vorn in einen riesigen
Adler über: Seine Vorderbeine enden in langen gefährlich
aussehenden Vogelkrallen; er hat Flügel mit einer Spannweite
von etwa 3 m und einen Vogelkopf mit scharf blickenden orangen
Augen und einem stählern blitzenden Schnabel. Das Fell von
Hippogreifen wird vorne entsprechend zu einem Gefieder, das je
nach der Farbe des Fells mal tief schwarz, mal kupferfarben,
mal weiß und mal kastanienbraun schimmert.
Nachzulesen im neuesten Buch von Newt Scamender "Zauberwesen
der Welt" ist, das die Lebensgewohnheiten der Hippogreife ihre
Adler- und ihre Pferdenatur vermischen:
Wie Pferde haben Hippogreife nur ein einziges Junges pro Wurf,
das aber einem 24 Stunden lang bebrüteten Ei entschlüpft.
Frischgeschlüpfte Hippogreifjunge lernen bereits innerhalb
einer Woche zu fliegen, sind aber erst nach einigen Monaten zu
größeren Flugunternehmungen in der Lage. Da Hippogreife ihre
Nester aber auf ebener Erde bauen, können sich die Jungen auch
schon vorher zu Land fortbewegen.
Um sich bei der Kontaktaufnahme mit einem Hippogreif nicht zu
gefährden, muss ständiger Augenkontakt aufrecht erhalten
werden. Nach einer respektvollen Verbeugung ist zunächst
abzuwarten, wie der Hippogreif reagiert. Nur wenn der
Hippogreif seinerseits eine Verbeugung andeutet, lässt er es
zu, am Schnabel getätschelt und als Reit- bzw. Flugtier
bestiegen zu werden. Anderenfalls ist es ratsam, sich
vorsichtig zurückzuziehen.
Wenn Hippogreife bei ihren Flügen Menschen auf ihrem Rücken
"reiten" lassen, sollten die Reiter sowohl beim Aufsteigen als
auch während des Flugs sorgsam darauf achten, dass sie dem
Hippogreif ja keine Schmerzen zufügen. Für die Reiter ist
diese Art des Fliegens schon aus diesem Grund etwas
beschwerlich. Außerdem kann der Reiter bei der Landung auf den
ungleichen Füßen des Tierwesens leicht abstürzen.
Herkunft:
Besonders häufig anzutreffen sind diese Wesen vor allem in
Bulgarien.
Die größte Herde Englands lebt auf dem Gelände von Hogwarts wo
sie seit Jahren der Wildhüter Hagrid beaufsichtigt.
Ernährung:
Zur Ernährung scharren sie einerseits auf der Erde nach
Insekten, andererseits erjagen sie fliegend kleine Säugetiere
und Vögel
Besonderes:
1994 kam ein Hippogreif namens Seidenschnabel zu großen Ruhm
indem er den bis dahin noch des Mordes beschuldigten Sirius
Black zur Flucht verhalf und somit beim Wiederaufbau des
Ordens des Phönix eine große Rolle spielt.
Marth1990 / WN
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